Bewährt vor Ort

Kommunale Innovationen verbreiten und stärken

Kommunale Verwaltungen stehen vor immer komplexeren Herausforderungen, innovative Ansätze sind dringend gefragt. Gleichzeitig gibt es überall in Deutschland gute, funktionierende Lösungen. Und was an einem Ort schon erfolgreich erprobt wurde, könnte an viel mehr Orten wirken. Mit dem Siegel „Bewährt vor Ort“ wollen der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und Re:Form das ermöglichen. Von einer Jury aus Verwaltungspraktiker:innen werden damit wegweisende Innovationen aus Kommunen ausgezeichnet. So stärken wir die Verbreitung von bewährten Ansätzen und schaffen eine offene und experimentierfreudige Lernkultur.

Eine Initiative von

„Es sind oft die kleinen, nicht sofort sichtbaren Maßnahmen, die unseren Alltag vereinfachen, uns die Arbeit und das Leben verbessern. In vielen deutschen Verwaltungen werden diese Praktiken bereits gelebt und entsprechende Projekte umgesetzt.“

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Alexander Handschuh

Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

„Unser Land kann so viel, das sehe ich regelmäßig vor Ort in den Kommunen. Wir brauchen Wege, diese bewährten Maßnahmen und Projekte auch zu verbreiten. Hier setzt ‘Bewährt-vor-Ort’ an.“ 

Elisabeth Kaiser
Elisabeth Kaiser

Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen, Vorsitzende der Jury

„Deutschlands Kommunen stecken voller Innovationskraft. Überall gibt es wegweisende Ideen. Es ist längst Zeit, dass wir nicht nur die Probleme, sondern auch die Lösungen miteinander teilen. Wir laden alle kreativen Kommunen ein, sich jetzt für 'Bewährt vor Ort' zu bewerben!“

Project_Together_Portraits_2023_Copyrights-ProjectTogether_Fotograf-Leander-von-Thien_Nummer-10
Robert Peter

Manager öffentliche Innovation, ProjectTogether

Arten von Lösungen

Welche Lösungen können ausgezeichnet werden?

  • Kommunales Recht oder Landesrecht, das eine nachhaltige Wirkung erzielt. 
  • Eine Form, die Verwaltung zu organisieren. Die Wirkung ist hier möglicherweise ein besserer Service, ein ganzheitlicher Lösungsprozess oder eine Reduzierung des Arbeitsaufwands.

Ein Produkt oder Projekt, das in Kooperation mit einer Verwaltungseinheit umgesetzt wird und eine nachgewiesene Wirkung hat.

Kriterien

Wonach wird bewertet?

Um ein Siegel zu erhalten, müssen die Kriterien Skalierbarkeit, Eignung für den öffentlichen Sektor, Innovationskraft und Nachhaltigkeit erfüllt sein. 

Für Lösungen, die durch eine gemeinwohlorientierte Organisation entwickelt wurden: Die Lösung ist mindestens in zwei Verwaltungseinheiten implementiert und über einen für die Lösung angemessenen Zeitraum etabliert. Es gibt für die Lösung Vertreter:innen aus den Verwaltungen, die bereit sind, ein positives Testimonial zu geben, das im Rahmen der Bewerbung eingereicht wird. Dies schafft Vertrauen und animiert zur Nachahmung.

Für Lösungen, die von einer Kommune entwickelt wurden: Die Lösung ist bereits in mindestens zwei Verwaltungseinheiten implementiert. Eine Kooperationsabsicht mit einer anderen Kommune ist ausreichend, wenn die Implementierung außerhalb einer Kommune noch nicht erfolgt ist. Es ist möglich, dass sich Kommunen mit ähnlichen Lösungen zusammenschließen und gemeinsam bewerben.

Die Lösung wird in einer Verwaltungseinheit oder mit einer Partnerorganisation, die Gemeinwohlorientierung in Organisationsform ausgedrückt hat, umgesetzt (z. B. in Satzung, gemeinnützige Rechtsform).

Die Lösung ist ein innovativer Ansatz für eine gesellschaftliche Herausforderung und ist ein konkretes Projekt, eine Verwaltungspraktik oder eine Rechtsänderung. 

 

 

Die Lösung erfüllt einen nachhaltigen Ansatz und trägt dazu bei, mindestens ein Sustainable Development Goal zu erfüllen.

Bewerbungsprozess

Was Dich erwartet

Passt Eure Lösung in eine der genannten Kategorien? Dann teilt Eure bereits bewährten  und in der Umsetzung befindlichen Lösungen mit uns und werdet Pionierkommune!

01

Einfache Bewerbung

In einem ersten Schritt fragen wir die Informationen ab, die notwendig sind, damit die Jury über die Vergabe des Siegels Bewährt-vor-Ort entscheiden kann.

02

Auswahl und Aufbereitung

Sollte Eure Lösung aus Sicht der Jury die Kriterien erfüllen, setzen wir uns mit Euch in Verbindung und tragen alle weiteren relevanten Informationen zusammen. Diese bereiten wir auf, damit andere Kommunen Eure Lösung einfach nachnutzen können.

03

Verleihung und Kommunikation

Sobald die Lösung aufbereitet ist, bekommt ihr das Siegel “Bewährt-vor-Ort” verliehen. Ihr werdet mit Eurer Lösung auf den Kanälen des DStGB platziert und durch uns medial begleitet. Außerdem bieten wir an, dass wir der erste Kontaktpunkt für andere Kommunen sind, die Eure Lösung kopieren möchten. So werdet ihr entlastet und andere Kommunen können Eurem Vorbild folgen. Eure Kommune kann einen Beitrag zur Re:Form leisten. 

Bewerbungsfrist

Bewerbungen für die erste Staffel sind bis zum 17. Januar 2024 möglich. Danach wird die Jury die Bewerbungen sichten und das Siegel vergeben. 

Jury

Unsere Jury besteht aus Vertreter:innen aus verschiedenen Verwaltungen und Organisationen.

Die Jury sichtet die eingereichten Lösungen und überprüft, ob sie den Kriterien genügen. Außerdem übernimmt die Jury auch die kommunikative Begleitung der ausgezeichneten Lösungen. Die Jury arbeitet transparent und unparteiisch, um sicherzustellen, dass die besten Lösungen ausgezeichnet werden.

 

Mitglieder der Jury

  • Vorsitzende der Jury
    Elisabeth Kaiser, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen
  • Johannes Rothmund, Bürgermeister von Eichenzell, Hessen 
  • Daniel Iliev, Bürgermeister in Heringen a.d. Werra, Hessen
  • Prof. Peter Parycek, Leiter des Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT)
  • Eileen O’Sullivan, Dezernentin in Frankfurt am Main, Hessen
  • Ermana Nurkovic, Leitung Stabsstelle Transformationsbüro Region Hannover, Niedersachsen
  • Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
  • Thorsten Krüger, Landrat vom Kreis Cuxhaven, Niedersachsen
  • Judith Horrichs, Referatsleiterin für Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung im Bundeskanzleramt
  • Birgit Kreß, Bürgermeisterin von Markt Erlbach, Bayern
Kontakt

Ihr habt Fragen zu „Bewährt vor Ort“ oder zum Bewerbungsprozess?

Nutze unser Kontaktformular oder schreib uns einfach eine E-Mail.
Wir freuen uns, von Dir zu hören!

reform@projecttogether.org

Nach oben scrollen