Nachnutzung

Ko-Pionier-Preis: Besser nach­nutzen.

In vielen Ver­wal­tun­gen Deutsch­lands läuft es dank über­zeu­gen­der Lösungen gut. Das zeigt: Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden.

Menschen und Ver­wal­tun­gen, die gute Lösungen von anderen kopieren und an ihre Bedingungen anpassen, sind mindestens genauso ent­schei­dend für funk­tio­nie­ren­de Abläufe wie die Erfinder:innen. Der Ko-Pionier-Preis zeichnet Menschen und Ver­wal­tun­gen aus, die besser nachnutzen, statt alles neu zu machen.

Die zweite Runde wird 2026 im September auf dem KGSt-Forum in Leipzig vergeben. Die zweite Be­wer­bungs­run­de startet am 20. April 2026. Bis zum 15. Juli 2026 können sich Ver­wal­tun­gen für den Ko-Pionier-Preis Bewerben.

Jetzt für die nächste Runde bewerben!

Alle Verwaltungen, die durch erfolgreiche Nachnutzung bewährter Lösungen ihre Prozesse verbessert haben, sind eingeladen, sich für den Ko-Pionier-Preis 2026 zu bewerben. 

Über den Preis

Das Nachnutzen guter Lösungen ebnet die Trans­for­ma­ti­on hin zu einem modernen Staat. Der Ko-Pionier-Preis wird an Ver­wal­tun­gen vergeben, die Lösungen anderer Ver­wal­tun­gen übernommen bzw. kopiert haben und aufzeigen, wie diese bei ihnen Anwendung finden. Wir stärken damit die Nachnutzung von Ideen und würdigen die große Kraft­an­stren­gung der Ko-Pionier:innen bei der Adaption bereits bestehender Ideen an die eigene Ver­wal­tungs­wirk­lich­keit. Wir, das ist eine Kooperation aus ver­wal­tungs­na­hen Or­ga­ni­sa­tio­nen, welche auch die Jury stellen, sowie eh­ren­amt­li­chen Personen aus Verwaltung.

Das Bewährt vor Ort Siegel und der Preis für gute Verwaltung sind Beispiele wie Ver­wal­tungs­in­no­va­tio­nen und gute Ver­wal­tungs­pra­xis aus­ge­zeich­net wird. Die Ein­rei­chun­gen und Aus­zeich­nun­gen beweisen immer wieder: Deutsch­lands Ver­wal­tungs­pra­xis ist er­fin­de­risch, vielfältig und erfolgreich. Der Ko-Pionier-Preis geht einen Schritt weiter und honoriert nicht die Erfinder, sondern die Nach­nut­zun­gen innovativer Lösungen durch Ver­wal­tungs­ein­hei­ten. Denn auch gute Nach­nut­zun­gen ebnen einer Trans­for­ma­ti­on zu einem modernen Staat den Weg.

 

Ausgezeichnete Lösungen 2025

Der Ko-Pionier-Preis wurde von Zehra Öztürk und Robert Kampik initiiert. Sie haben 2025 mit einer breiten Allianz an Partnern erstmalig im Rahmen der Ver­an­stal­tung Digitaler Staat Menschen und Projekte aus­ge­zeich­net, die erfolgreich kopiert wurden.

Kategorien 2026

1. Di­gi­ta­li­sie­rung der Verwaltung

Diese Kategorie würdigt Ver­wal­tun­gen, die durch die gezielte Nachnutzung und Im­ple­men­tie­rung bewährter digitaler Prozesse oder Lösungen aus anderen Ver­wal­tun­gen ihre eigenen Abläufe nachhaltig verschlankt, vereinfacht und di­gi­ta­li­siert haben. Im Fokus stehen Projekte, die durch die er­folg­rei­che Übernahme und Anpassung pra­xis­er­prob­ter, digitaler Ansätze bü­ro­kra­ti­sche Hürden abbauen, die Effizienz steigern und die Verwaltung insgesamt moderner, zu­gäng­li­cher und be­nut­zer­freund­li­cher gestalten. Aus­ge­zeich­net werden Ver­wal­tun­gen, die mit innovativen und prag­ma­ti­schen Nach­nut­zungs­kon­zep­ten die digitale Trans­for­ma­ti­on vor­an­trei­ben und damit einen spürbaren Mehrwert für Bürger:innen und/oder Mit­ar­bei­ten­de schaffen.

2. Ge­sell­schaft­li­cher Zu­sam­men­halt

Diese Kategorie ehrt Ver­wal­tun­gen, die durch die Nachnutzung und Im­ple­men­tie­rung besonders innovativer Ansätze aus anderen Ver­wal­tun­gen den ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt stärken. Im Mittelpunkt stehen Ver­wal­tun­gen, die durch die Adaption kreativer und un­kon­ven­tio­nel­ler Lösungen das Miteinander fördern und soziale Brücken bauen. Initiativen, die das Ge­mein­schafts­ge­fühl und die Solidarität in der Ge­sell­schaft nachhaltig verbessern, werden hier aus­ge­zeich­net.

3. Offene Standards und Open Source

In dieser Kategorie werden Ver­wal­tun­gen aus­ge­zeich­net, die durch die Nachnutzung und Im­ple­men­tie­rung von Lösungen auf Basis offener Standards oder Open-Source-Software einen besonderen Beitrag zur Transparenz, Nach­voll­zieh­bar­keit und Wie­der­ver­wend­bar­keit in der Verwaltung leisten. Im Fokus stehen Ver­wal­tun­gen, die durch die konsequente Nutzung und Wei­ter­ent­wick­lung offener Tech­no­lo­gien, die durch andere Ver­wal­tun­gen oder ver­wal­tungs­na­he Or­ga­ni­sa­tio­nen be­reit­ge­stellt wurden, die Zu­sam­men­ar­beit zwischen Behörden fördern, Ab­hän­gig­kei­ten von pro­prie­tä­ren Systemen reduzieren und die digitale Sou­ve­rä­ni­tät stärken.

4. Govdigital-Son­der­prei­se

Der Govdigital-Sonderpreis wird an die Ver­wal­tun­gen (jeweils auf Landes- und Kom­mu­nal­ebe­ne) verliehen, die die meisten Nach­nut­zun­gen von OZG-Leistungen (On­line­zu­gangs­ge­setz) vorweisen können. Diese Kategorie hebt die Bedeutung der Wie­der­ver­wend­bar­keit und Ska­lier­bar­keit digitaler Ver­wal­tungs­leis­tun­gen hervor und würdigt diejenigen, die durch ihre Vor­rei­ter­rol­le und die er­folg­rei­che Adaption bestehender digitaler Lösungen zur digitalen Trans­for­ma­ti­on beitragen. In dieser Kategorie können Sie sich nicht bewerben, die Zahlen werden aus dem Marktplatz für EfA-Leistungen erhoben und die jeweiligen Ver­wal­tun­gen durch uns kontaktiert.

5. Nachnutzung der Herzen – Pu­bli­kums­preis

Der Pu­bli­kums­preis »Nachnutzung der Herzen« wird durch eine öffentliche Abstimmung aus einer definierten Gruppe der sich bewerbenden Ver­wal­tun­gen der Kategorien 1-3 ermittelt. Diese Kategorie gibt der Öf­fent­lich­keit die Möglichkeit, ihre Lieb­lings­ver­wal­tung zu wählen und somit besondere Anerkennung für Ver­wal­tun­gen aus­zu­drü­cken, die durch die er­folg­rei­che Nachnutzung und Im­ple­men­tie­rung von Projekten aus anderen Ver­wal­tun­gen besonders beeindruckt haben. Hier zählt die Stimme des Publikums, um die in­spi­rie­rends­te und beliebteste Verwaltung zu küren. Die Wahl der »Nachnutzung der Herzen« erfolgt nach der Be­wer­bungs­pha­se und Vorauswahl durch die Jury.

Kriterien

Für die Chance auf eine Aus­zeich­nung mit dem Ko-Pionier-Preis müssen die Kriterien Nach­nutz­bar­keit, Eignung für den öf­fent­li­chen Sektor, In­no­va­ti­ons­kraft und Nach­hal­tig­keit erfüllt sein.

1. Nachnutzbarkeit

Die Lösung ist mind. in der bewerbenden Ver­wal­tungs­ein­hei­ten im­ple­men­tiert und wurde von einer anderen Ver­wal­tungs­ein­heit adaptiert. Dadurch wird aufgezeigt, dass es sich um eine in Verwaltung skalierbare Lösung handelt. Es ist möglich, dass sich Ver­wal­tun­gen mit der Nachnutzung der gleichen Lösung zu­sam­men­schlie­ßen und gemeinsam bewerben.

2. Eignung für den öffentlichen Sektor

Die nach­ge­nutz­te Lösung wurde in eine Ver­wal­tungs­ein­heit oder mit einer Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on, die Ge­mein­wohl­ori­en­tie­rung in Or­ga­ni­sa­ti­ons­form ausgedrückt hat, adaptiert (z. B. in Satzung, ge­mein­nüt­zi­ger Verein, gGmbH). Die Lösung ist ur­sprüng­lich in einer anderen Verwaltung oder ver­wal­tungs­na­hen Or­ga­ni­sa­ti­on entstanden und wurde zu we­sent­li­chen Anteilen übernommen.

3. Innovationskraft

Die nach­ge­nutz­te Lösung ist ein innovativer Ansatz für eine ge­sell­schaft­li­che Her­aus­for­de­rung und ist ein konkretes Projekt, Ver­wal­tungs­prak­tik oder eine Rechts­än­de­rung.

4. Nachhaltigkeit

Die nach­ge­nutz­te Lösung verfolgt einen nach­hal­ti­gen Ansatz und trägt dazu bei, mindestens ein Sustainable Development Goal zu erfüllen.

Unsere Partner:innen

Unsere Partner:innen sind sorgfältig ausgewählte ver­wal­tungs­na­he Or­ga­ni­sa­tio­nen. Wir freuen uns, die FITKO (Föderale IT-Kooperation) erneut als Schirm­her­rin für den Ko-Pionier-Preis gewonnen zu haben. Die FITKO unterstützt uns maßgeblich bei der Förderung der digitalen Trans­for­ma­ti­on in der öf­fent­li­chen Verwaltung und un­ter­streicht die Bedeutung der Nachnutzung bewährter Lösungen.

Gemeinsam mit unseren engagierten Partner:innen möchten wir die besten Nach­nut­zungs­pro­jek­te iden­ti­fi­zie­ren und auszeichnen. Diese Zu­sam­men­ar­beit stärkt unsere Vision einer modernen, effizienten und bürgernahen Verwaltung.

Wir danken der FITKO und unseren weiteren Partner:innen für ihre wertvolle Un­ter­stüt­zung und ihr Vertrauen. Unsere dies­jäh­ri­gen Partner sind: FIKTO, Re:Form, KGSt, Ta­ges­spie­gel Background, DStGB, Fraunhofer Fokus, Deutscher Land­kreis­tag, NExT, govdigital, Deutscher Städtetag, Zentrum für Digitale Sou­ve­rä­ni­tät

Mitglieder der Jury

Die Jury besteht aus Mitgliedern der Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen des Ko-Pionier-Preis.
Weitere In­for­ma­tio­nen folgen.

Jan Klumb
Jan Klumb
Referent für Ordnung, Digitale Verwaltung und Bürger:innenservice, Standesbeamter und Vorstandsmitglied des NExT e.V.
Elisabeth Paul
Elisabeth Paul
Referentin Deutscher Landkreistag
Dr. Jens Klessmann
Dr. Jens Klessmann
Leiter des Geschäftsbereichs Digital Public Services am Fraunhofer FOKUS in Berlin
Franziska Harder
Franziska Harder
Plattform- und Communitymanagerin im KGSt Programmbereich Organisations-und Informationsmanagemt
Alexander Handschuh
Alexander Handschuh
Beigeordneter und Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

Ansprechpartner:innen

Annalena Schmidt-Faber
Projektmanagerin bei Re:Form
Zehra Öztürk
Co-Initiatorin des Ko-Pionier-Preises
Kontakt

Ihr habt Fragen zum Ko-Pionier-Preis oder zum Be­wer­bungs­pro­zess?

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