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Urban Stack – das digitale Ökosystem für Kommunen

Das Problem

Viele Kommunen arbeiten gleich­zei­tig an ähnlichen Aufgaben der Di­gi­ta­li­sie­rung. Sie müssen wachsende Datenmengen bewältigen, Datenschutz ge­währ­leis­ten, dem Fach­kräf­te­man­gel begegnen und Kosten begrenzen. Trotzdem entwickeln Städte und Gemeinden häufig jeweils eigene technische Grundlagen, Anwendungen und Be­triebs­mo­del­le für ver­gleich­ba­re Bedarfe. Das bindet Ressourcen und erschwert gemeinsame Standards. Open Source macht Software zwar transparent und nachnutzbar. Die Be­reit­stel­lung von Pro­gramm­code allein beantwortet jedoch noch nicht, wer die Lösung betreibt, wartet und in den Ver­wal­tungs­all­tag einführt.

Wie wurde das Problem gelöst?

Die Stadt Gütersloh hat mit dem Urban Stack eine gemeinsam nutzbare digitale In­fra­struk­tur für Kommunen entwickelt. Das System bündelt Da­ten­in­te­gra­ti­on, Vi­sua­li­sie­rung, offene Ver­wal­tungs­da­ten und digitale Werkzeuge für die Stadt­ent­wick­lung. Mehrere Kommunen können dieselbe technische Grundlage nutzen und ihre Daten sowie Zu­griffs­rech­te trotzdem getrennt verwalten. Der Urban Stack wird als Software as a Service angeboten. Das bedeutet, dass Kommunen die Software als laufenden Dienst nutzen können und nicht jeweils eine eigene Be­triebs­struk­tur aufbauen müssen. Gemeinsame Wei­ter­ent­wick­lun­gen stehen allen beteiligten Kommunen zur Verfügung. Schulungen, Beratung und eine An­wen­der­ge­mein­schaft un­ter­stüt­zen die Einführung in den Ver­wal­tungs­all­tag.

Umsetzungsprozess

Die Stadt Gütersloh begann mit der Frage, wie eine urbane Da­ten­platt­form aussehen muss, damit sie im Ver­wal­tungs­all­tag tatsächlich hilft und von mehreren Kommunen genutzt werden kann. An­for­de­run­gen wurden gesammelt und priorisiert. Daraus entstanden zunächst ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Basismodell und ein technischer Mach­bar­keits­nach­weis. Diese Vorarbeiten bildeten die Grundlage für die Aus­schrei­bung. An­schlie­ßend entwickelte die Stadt den Urban Stack rund ein Jahr gemeinsam mit technischen und ge­stal­te­ri­schen Partnern. Parallel erklärten in­ter­es­sier­te Kommunen ihre Mit­wir­kungs­ab­sicht, bereiteten erste An­wen­dungs­fäl­le vor und klärten Fragen des lang­fris­ti­gen Betriebs. Heute nutzen und entwickeln Kommunen wie Detmold, Verl, Rietberg, Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Harsewinkel und Werther die gemeinsame In­fra­struk­tur weiter.

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