Welcome Office Bochum – Gemeinsam für Arbeitsmarkintegration und internationale Fachkräfte
Das Problem
Internationale Fach- und Arbeitskräfte sind für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung vieler Kommunen wichtig. Für Zugewanderte war der Start in Bochum jedoch mit komplexen Verfahren, unterschiedlichen Zuständigkeiten und zahlreichen Anlaufstellen verbunden. Fragen zu Aufenthaltsrecht, Anerkennung von Qualifikationen, Arbeitsaufnahme, Wohnsitzanmeldung, Kinderbetreuung oder Spracherwerb mussten bei verschiedenen Institutionen geklärt werden. Auch Unternehmen hatten keine zentrale Stelle für ihre Fragen. Es fehlte eine koordinierte Struktur, die Verwaltungsverfahren, berufliche Integration und gesellschaftliches Ankommen miteinander verbindet.
Wie wurde das Problem gelöst?
Die Stadt Bochum und ihre Partner haben mit dem Welcome Office einen zentralen One-Stop-Shop für internationale Fach- und Arbeitskräfte sowie Unternehmen aufgebaut. One-Stop-Shop bedeutet, dass unterschiedliche Anliegen gebündelt an einer Stelle bearbeitet oder gezielt weitergeleitet werden. Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Integrationsakteur:innen arbeiten dafür in einer dauerhaften Kooperationsstruktur zusammen. Internationale Fach- und Arbeitskräfte erhalten Unterstützung von der Einreise bis zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration. Unternehmen profitieren von abgestimmten Ansprechpersonen und kurzen Wegen. Die Partner bündeln ihre Zuständigkeiten und entwickeln gemeinsam passgenaue Lösungen.
Umsetzungsprozess
Ausgangspunkt war die gemeinsame Erkenntnis, dass internationale Fachkräfte nur durch die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen erfolgreich gewonnen und langfristig integriert werden können. 2024 gründeten die Stadt Bochum, die Agentur für Arbeit, die IHK Mittleres Ruhrgebiet, die Handwerkskammer Dortmund, Bochumer Hochschulen und weitere Partner das Bündnis „Leben und Arbeiten in Bochum“. Gemeinsam analysierten sie Bedarfe, klärten Zuständigkeiten und entwickelten das Konzept für das Welcome Office. Die zentrale Anlaufstelle wurde am 31. März 2025 eröffnet. Seitdem wird das Netzwerk kontinuierlich erweitert. Hinzugekommen sind unter anderem die Willkommenslotsen der Kreishandwerkerschaft Ruhr, UniverCity Bochum, das Kommunale Integrationsmanagement und NRW.Integrativ. Zahlreiche andere Kommunen haben das Welcome Office bereits besucht, um seine Arbeitsweise kennenzulernen.