100 Ausgaben, eine Überzeugung: Der Staat von morgen wird bereits gebaut

Nina Schiegl, Kuratorin des Re:Form-Newsletters, Pro­ject­Tog­e­ther

 

Heute feiern wir die 100. Ausgabe des Re:Form-Newsletters. 100 Geschichten von Menschen, die den Staat von morgen nicht abwarten, sondern schon heute gestalten. Das ist ein guter Moment, um in­ne­zu­hal­ten und zu fragen: Was haben uns die letzten drei Jahre eigentlich gelehrt?

Das Wichtigste zuerst: Es mangelt nicht an guten Ideen für den Staat von morgen. Das eigentliche Problem ist selten das „Was“. Es ist das „Wie“. Zu oft bremsen Silo-Denken und fehlende Räume für Zu­sam­men­ar­beit, was Mut und Ex­pe­ri­men­tier­freu­de blockiert. Gleich­zei­tig liegt hier auch die gute Nachricht: Denn das „Wie“, also die Art, wie wir zu­sam­men­ar­bei­ten, können wir bewusst und pro­fes­sio­nell gestalten.

Meine zweite Erkenntnis: Der Staat von morgen ist keine ferne Vision, sondern wird heute schon in Ex­pe­ri­men­ten von Ver­wal­tungs­pio­nier:innen erprobt. Das machen bei­spiels­wei­se die Geschichten von kommunalen Lösungen sichtbar, die mit dem „Bewährt vor Ort"-Siegel oder dem Ko-Pionier-Preis aus­ge­zeich­net worden sind. Sie machen Mut und zeigen, dass es bereits viele erprobte Lösungen in Ver­wal­tun­gen gibt, die andere gut nachnutzen können. Denn das Rad muss nicht immer neu erfunden werden. Auch dafür haben wir den Re:Form-Newsletter ins Leben gerufen: für Inspiration zum Aus­pro­bie­ren und Nachnutzen.

Drittens: Mut braucht Vor­stel­lungs­kraft. Wer Bestehendes verändern will, muss sich erst ausmalen können, wie es anders und besser sein könnte. Deshalb schaffen wir in unseren Son­der­rei­hen bewusst Raum für die großen Fragen: Mit „Fahrplan Staats­re­form” haben wir uns damit beschäftigt, welche großen Hebel für die Staats­re­form es im aktuellen Ko­ali­ti­ons­ver­trag gibt und wie wir diese umsetzen können. Mit „Vision Staat 2040” wagen wir den Blick nach vorn und schauen uns an, wie ein zu­kunfts­fä­hi­ger Staat aussehen sollte.Unsere Reihe „Postkarten aus aller Welt” zeigt er­folg­rei­che in­ter­na­tio­na­le Ver­wal­tungs­bei­spie­le, von welchen wir in Deutschland lernen können.

Und schließlich: Die großen Reformen können wir nur gemeinsam vor­an­trei­ben – wenn wir vor Ort und über Ebenen, Ressorts und Sektoren hinweg zu­sam­men­kom­men. Immer wieder haben uns Geschichten erreicht, in denen genau das gelungen ist. Wo Verwaltung, Zi­vil­ge­sell­schaft, Wirtschaft und Wis­sen­schaft für ein gemeinsames Anliegen zu­sam­men­ge­kom­men sind. Das passiert nicht von allein, sondern wenn wir Beziehungen pro­fes­sio­nell gestsalten, bewusst Brücken bauen und in Vertrauen investieren. Auch deshalb setzen wir bei Re:Form so konsequent auf Begegnung und Ver­trau­ens­auf­bau.

100 Ausgaben Re:Form-Newsletter wären ohne die Re:Form-Community nicht möglich gewesen. Hinter jeder dieser Ausgaben stehen Ver­wal­tungs­pio­nier:innen, die jeden Tag mutig vor­an­schrei­ten und bereit sind, ihre Erfolge ebenso wie ihre Her­aus­for­de­run­gen zu teilen. Und es steht Ihr Leser:innen dahinter, die sich Woche für Woche von ihren Beiträgen inspirieren lassen.

Ihr seid der Beweis: Es gibt sie, die Menschen, die diesen Staat verändern wollen und können.Deshalb richtet sich mein Dank an jede Person, die diesen Weg mit uns geht. Ihr macht Re:Form zu dem, was wir sind: keine Plattform, die über Veränderung redet, sondern eine Allianz, die sie umsetzt.

In diesem Sinne eine Einladung zum Jubiläum: Erzählt uns Eure Geschichten. Welche kommunale Lösung habt Ihr bereits erfolgreich umgesetzt? Welchen Her­aus­for­de­run­gen seid Ihr begegnet und was habt Ihr dabei gelernt? Meldet Euch gerne bei mir, ich freue mich auf Eure Nachrichten.

Auf die nächsten 100 Ausgaben. Und auf alles, was wir noch gemeinsam gestalten werden.

 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Diesen Beitrag haben wir am 11. Juni 2026 in unserem Re:Form-Newsletter versendet. Melde Dich jetzt an und erhalte die neuesten Ausgaben direkt in Dein Postfach.
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